Mantrailing

Basics zum Mantrailing

Der Begriff „Mantrailing“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus „man“ = „Mensch“ und „trail“ = „verfolgen“ zusammen. Während bei der Fährten-, Flächen- oder Trümmer-Suche Menschen allgemein gesucht werden, orientiert sich der Hund beim Mantrailing am Individualgeruch der zu suchenden Person.

Meine Trainingsphilosophie

beruht auf dem Konzept der Mantrailing Company das mich im Rahmen meiner dortigen Trainerausbildung, Seminare und Teilnahme am Training für Trainer überzeugt hat. Sowie weitere Einflüsse aus dem Trainingskonzept der K9 und des DRK das ich selber 5 Jahre nutzen durfte in der eigenen Ausbildung mit meiner damaligen Hündin bis hin zur Einsatzreife.

Der Begriff „Mantrailing“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus „man“ = „Mensch“ und „trail“ = „verfolgen“ zusammen. Während bei der Fährten-, Flächen- oder Trümmer-Suche Menschen allgemein gesucht werden, orientiert sich der Hund beim Mantrailing am Individualgeruch der zu suchenden Person.

Der Individualgeruch setzt sich u.a. aus chemischen und biologischen Abbauprodukten des menschlichen Körpers, wie Hautschuppen, Schweiß, Hormonen und Substanzen aus dem Alltagsleben des Menschen zusammen. Pro Minute verlieren wir ca. 40.000 Hautschuppen.

Zu Beginn der Suche bekommt der Hund einen Gebrauchsgegenstand/Referenzgeruch der zu suchenden Person gereicht. Das kann ein Taschentuch, ein Kleidungsstück oder auch ein nur kurz angefasster Stein sein. Anhand der Partikel/Geruchs verfolgt der Hund die Geruchsspur, die die Person auf dem Weg ins Versteck hinterlassen hat. Dabei hat er einige Schwierigkeiten zu meistern. Der Hund differenziert alle Gerüche, die ihm während der Suche begegnen und lernt dabei, der frischesten Spuren der Versteckperson zu folgen. Bei der Suche kann es vorkommen, dass der Hund etwas weiter weg von der Spur abkommt,  denn die Hautschuppen können sich sehr weitflächig verteilen, dieses liegt vor allem auch an der Witterung und Thermik sowie auch an den Begebenheiten wo sich die Versteckperson befindet. Ist sie hinter einem Gebäude oder in der Höhe oder im Keller sind Autos über die Spur gefahren da spielen viele Faktoren eine Rolle.

Das heißt, der Hund muss die Laufrichtung der Versteckperson erkennen, lernen, zwischen alten und neuen Spuren zu unterscheiden, und umzudrehen, wenn kein Geruch mehr vorhanden ist.

Ein geübter Hund kann einen Trail noch nach Tagen verfolgen.

Denn auch der Hundeführer hat einiges zu tun. Er muss lernen, seinen Hund zu “lesen“. Das heißt, dessen Körpersprache auf dem Trail richtig zu deuten, ob er noch auf der richtigen Spur ist oder wie er etwas „ausarbeitet“. In Schwierigkeiten wie z.B. einer Kreuzung oder anderen Herausforderungen wird er ihn unterstützen und Sicherheit geben. Dabei ist das Leinenhandling sehr wichtig.

Grundsätzlich können Hunde aller Rassen ausgebildet werden. Alter, Größe oder Behinderung spielen dabei keine Rolle. Für das Mantrailing gibt es keine Altersbeschränkung des Hundes. Ein Welpe lernt von Anfang an mit Freude seine Nase einzusetzen. Aber auch ein Senior Hund kann noch Spaß an der Nasenarbeit finden.

Beim Mantrailing als Form der Nasenarbeit hat der Hund nicht nur einen riesigen Spaß, er wird zugleich artgerecht ausgelastet und kann seinen ausgeprägtesten Sinn – nämlich den Geruchsinn – voll einsetzen.

Durch ein gut aufgebautes Training gewinnen die Hunde an Selbstsicherheit (durch eigenständige Problemlösung, Strategieentwicklung) und an Umweltsicherheit (durch selektive Aufmerksamkeit auf dem Trail wird Angst zum größten Teil ausgeblendet, z.B. Wechselnder Untergrund, Treppen, Gitter, Umwelteinflüsse. Daher ist Mantrailing auch eine sehr gute Therapieform für ängstliche oder unsichere Hunde.

Ich gehe auch auf handicap Hunde (beispielsweise Blindheit, 3-Beiner) individuell ein und fördere ebenso unsichere Hunde aus dem Tierschutz oder Hunde, die sonst ein “Thema” haben (Reaktivität). Jedes Team ist bei mir willkommen.

Die positive Auswirkung der Sucharbeit auf den Hund steht bei mir im Vordergrund. 

Jegliche Form der Gewalteinwirkung  lehne ich grundsätzlich ab. Der Hund lernt bei mir vor allem über den positiven Erfolg (Ankommen und Belohnen/Bestätigen bei der versteckten Person). 

Die Mensch-Hund-Beziehung wird durch das gemeinsame Erleben von Abenteuern und das gemeinsame Lösen von Schwierigkeiten gestärkt.

Als Grundausrüstung um mit dem Mantrailing starten zu können, benötigen Sie folgendes:

 Für den Hund

  • 5-7m Schleppleine (Lederfettleine) (keine 10m!)
  • Brust/- Zuggeschirr UND Halsband oder Halstuch (Marker)
  • 3 (Dosen) besondere Leckerchen als Belohnung:
    am besten etwas zum Ausschlecken
  • ggf. warme und/oder regendichte Hundebekleidung
  • Wasser

Mit Lederfettleine und Geschirr kann ich Ihnen auch aushelfen.

Fettlederleinen können Sie auch bei mir erwerben.

Für den Hundeführer

  • festes Schuhwerk!
  • Wetter entsprechende Kleidung
  • Stirnlampe
  • ggf. Handschuhe
  • Wasser/Getränk

Ein Auto

Die Hunde werden einzeln zum Trail geholt und bleiben ansonsten im Auto.

Warum ist das so:
Die Hunde brauchen ihre Ruhephasen um sich auszuruhen um nicht die ganze Trainingszeit hochzufahren. Das löst unnötigen Stress aus beim eigenen Hund beim Halter und sogar manchmal bei allen anderen Zwei und Vierbeinern.

Es gibt immer eine Autowache: die Hunde bleiben nicht alleine.

Kann Ihr Hund das noch nicht finden wir einen guten Trainingsweg um Ihren Vierbeiner langsam daran zu gewöhnen.

Im Sommer finden wir immer Schattenparkplätze. Zudem gibt es ein Spezielles Schutznetz (Alunet Schattennetz).

Im Winter gibt es verschiede Möglichkeiten Ihren Hund Warmzuhalten.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich das Mantrailing immer weiterentwickelt und zusammen mit Hundepädagogen, Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Geruchsforschung, Neurologie sowie Verhaltensexperten neue Trailformen wie das SportTrailing und PetTrailing konzipiert. Im Vordergrund meiner Arbeit stehen immer die positiven Eigenschaften der Nasenarbeit, die verschiedene Möglichkeiten zur natürlichen Auslastung und Beschäftigung des Hundes bieten. Mich faszinieren die Entwicklungen und der Erfolg und vor allem die nachhaltig positiven Veränderungen von verhaltensauffälligen Hunden, gerade im Bereich der Tierschutzhunde und Angsthunde. Dadurch entstand ein spezielles, auf die Therapie von ängstlichen, aggressiven, jagdlich ambitionierten oder hyperaktiven Hunden konzentriertes Trainingskonzept das sogenannte TheraTrailing. 

TheraTrailing wirkt wie ein Eisbrecher und ermöglicht mir einen schnellen Zugang zu den Hunden, die sich uns sonst eher verschließen.

Das Wichtigste ist mir aber, Hund und Hundeführer nicht nur zu fordern, sondern auch den Spaß an der gemeinsamen Aktivität zu fördern. Denn das ist Ihre besondere Quality Time zusammen.

Wie wird das Training aufgebaut?

#1: Spur verfolgen

Bei mir beginnt die Suche mit den sogenannten Basic Trails. Hier lernt der Hund die Verknüpfung von „Geruch-Spur-Finden“...

Auf einer kurzen Distanz wird die Versteckperson immer ein Stück weiter versteckt, die der Hund mit seiner Nase spielerisch entdeckt, um dann bei der versteckten Person zum Erfolg zu kommen. Die Versteckperson läuft die Trails nach Anweisung und ich kreuze die Spur, der Hund lernt von Anfang an der Trainer spur nicht zu folgen und er lernt von Beginn an seine Nase einzusetzen, da ich nicht über Optik arbeite. Eine Spur zu verfolgen ist für nahezu jeden Hund eine große Freude, bei der er vor allem Glückshormone ausschüttet. Anfänger lernen vor allem eigenständig und selbstbewusst Lösungswege zu finden. Trailen lastet Ihren Hund ungemein aus und macht ihn deutlich entspannter im Alltag.

#2: Anzeigeverhalten

Je nach Mensch-Hund-Team gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Hund die gefundene Person anzeigen kann...

Viele Hunde setzen sich vor der gefundene Person, manche verbellen oder legen sich vor dem/der Gefundenen ins Platz. Auch wenn das Trailen beim Hund selbst intrinsisch motiviert ist, belohnen wir ihn am Ende der Suche nochmal extra für die Arbeit. Da bei der Suche jede Menge Hormone frei gegeben werden zB. Adrenalin, Cortisol  eignet sich für das Ausschütten von Glückshormonen (Gegenhormone) wie Dopamin, Endorphine, in dem wir dem Hund eine Belohnung anbieten die er mind. eine Minute ausschlecken kann. Dazu eignet sich eine Dose oder eine Tube gefüllt mit etwas zum Ausschlecken.

Denn Schlecken macht Glücklich!

#3: Trainingsaufbau

Um die Trail Basics gut zu beherrschen, werden Schritt für Schritt unterschiedliche geruchliche Situationen geübt...

Um die Trail Basics gut zu beherrschen, werden Schritt für Schritt unterschiedliche geruchliche Situationen, Umgebungsfaktoren und verschiedene Auffinde Positionen der zu suchenden Personen geübt. Abwechslung im Training und Generalisierung stehen hier im Vordergrund. Hat der Hund den Ablauf des Mantrailing verstanden und der Hundeführer beherrscht das Leinenhandling, seine Körperpositionierung und die Kreuzungsarbeit, kann der Schwierigkeitsgrad allmählich gesteigert werden.

#4: Schwierigkeitsstufen

Fortgeschrittene Trail Teams bekommen bei mir die Möglichkeit, immer mehr in das angewandte „echte“ Mantrailing einzutauchen...

Aufgrund jahrelanger Erfahrung und realen Sucheinsätzen, weiß ich genau, worauf es im Ernstfall wirklich ankommt. Sie und Ihr Hund lernen mit verschiedenen Thermiken umzugehen, mit unterschiedlichen Ablenkungen klarzukommen. Alte Spuren zu verfolgen, die Suche innerhalb eines Gebäudes, Türen und Etagen anzeige bzw. auch das Ausmachen eines Endpunktes, wenn die Person beispielsweise in ein Fahrzeug eingestiegen und weggefahren ist (Negativ) gehört ebenso zum Handwerkszeug eines fortgeschrittenen Teams.

Schlecken macht glücklich

Besondere Trails: Landschaftspark Duisburg

Besondere Trails: Flughafen Düsseldorf

Besondere Trails: Indoor

Besondere Trails: Outdoor

Intensiv-Training auf Texel